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Zweig London


Eine Sprache entwickelt und verändert sich im Laufe der Zeit. Wie wir heute im Alltag sprechen und schreiben, wird zunehmend von den Medien und den Fachsprachen mitgeprägt. Darüber hinaus ist die deutsche Gegenwartssprache vielfältigen Einflüssen der internationalen Kommunikation ausgesetzt.

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Herbst/Winter 2021
(genaues Datum wird zeitnah bekanntgegeben)

Prof. Dr. Torsten Leuschner (Gent):
"Steht ein Verb am Anfang... Wortstellung als Ressource in Text und Rhetorik"


Gastgeber der Veranstaltung ist das
Centre for Anglo-German Cultural Relations (CAGCR)

Zum Inhalt:
Woher wissen wir, dass mit “Kommt ein Mann zum Arzt” vermutlich ein Witz beginnt? Wieso steht in Merkels Slogan „Scheitert der Euro, dann scheitert Europa“ das Verb am Anfang und nicht „wenn“? Warum bereitet es Übersetzern Mühe, Heines Vers „Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht“ ins Englische zu übersetzen?
Fragen wie diese lassen wir in dem Vortrag Revue passieren. Wir überlegen, welche Möglichkeiten die Wortstellung im Deutschen bietet und welche Wirkung speziell die Voranstellung des Verbs in Text und Rhetorik hat. Wir suchen das System hinter Sprichwörtern wie „Hast du was, bist du was“ oder „Ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf dem Tisch“ und überlegen, warum es im Englischen so wenige Sprichwörter dieses Typs gibt. Wie drückt man sich auf Englisch stattdessen aus? Und warum ist es überhaupt nötig geworden, in dieser so eng verwandten Sprache andere Formen zu finden?