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Zweig London


Eine Sprache entwickelt und verändert sich im Laufe der Zeit. Wie wir heute im Alltag sprechen und schreiben, wird zunehmend von den Medien und den Fachsprachen mitgeprägt. Darüber hinaus ist die deutsche Gegenwartssprache vielfältigen Einflüssen der internationalen Kommunikation ausgesetzt.

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2. November 2021

Prof. Dr. Torsten Leuschner (Gent):
"Steht ein Verb am Anfang... Wortstellung als Ressource in Text und Rhetorik"


2. November 2021 ab 17:00 britischer bzw. 18:00 deutscher Zeit
Ca. 45 Minuten Online-Vortrag
mit anschließend ca. 15 Minuten Diskussion

Veranstaltungsort:
Der Vortrag erfolgt online über Zoom.
Der Zugangslink ist hier, der Passcode ist 293837.

Gastgeber der Veranstaltung ist das
Centre for Anglo-German Cultural Relations (CAGCR)

Zum Inhalt:
Woher wissen wir, dass “Kommt ein Mann zum Arzt” vermutlich einen Witz einleitet? Wieso beginnt Merkels Slogan „Scheitert der Euro, dann scheitert Europa“ mit dem Verb und nicht mit „wenn“? Warum bereitet es Übersetzern Mühe, Heines berühmten Vers „Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht“ ins Englische zu übersetzen – und wie könnte es trotzdem gelingen?
Fragen wie diese lassen wir in dem Vortrag Revue passieren. Wir überlegen, welche Möglichkeiten die Wortstellung im Deutschen bietet und welche Wirkung speziell die Voranstellung des Verbs in Text und Rhetorik hat. Wir suchen die Gemeinsamkeiten hinter Sprichwörtern wie „Hast du was, bist du was“ oder „Ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf dem Tisch“ und fragen, warum es im Englischen so gut wie keine Sprichwörter dieses Typs gibt. Wie drückt man sich auf Englisch stattdessen aus? Und warum ist es überhaupt nötig geworden, in dieser so eng verwandten Sprache andere Formen zu finden?